Wühltischwelpen? Nein, danke!


Das folgende Thema ist so wichtig - gerade auch hier im östlichen Brandenburg, dass wir es nicht nur unter der Rubrik Links erwähnen wollen: "Wühltischwelpen".

Welpen, deren Mütter als Gebärmaschinen in Kellern und Verschlägen dahinvegetieren - einzige Aufgabe: möglichst viele Welpen in ihrem Leben zu produzieren.

Mütter, die wenn sie ausgedient haben, achtlos entsorgt werden. Welpen, die in eben diesen Verschlägen heranwachsen, nichts kennenlernen, worauf sie in ihrem späteren Leben treffen werden: soziale Kontakte zu Menschen und anderen Tieren, Erfahrungen mit belebter und unbelebter Umwelt.

Welpen, die auf Märkten, Autobahnrastplätzen und Kofferräumen für wenig Geld an schnell Entschlossene verramscht werden. Das Ergebnis sind oftmals kranke, verunsicherte und problematische Hunde, die ihren Besitzern hohe Tierarztkosten bescheren, da sie zumeist weder geimpft noch entwurmt sind und viel zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden.

Es lohnt sich, beim Welpenkauf wohl überlegt zu handeln. Kaufen Sie Ihren zukünftigen Sozialpartner Hund nicht auf einer Autobahnraststätte oder einem Markt. Suchen Sie sich seriöse Züchter oder Tierheime. Bei Züchtern stellen Sie unbedingt Fragen zu den Eltern, der Aufzucht, der gesundheitlichen Vorsorge, der Entwicklung der Welpen. Lassen Sie sich die Mutter zeigen. Lassen Sie sich nicht mit Erklärungen beruhigen, die Mutter sei gerade spazieren, beim Tierarzt oder ähnliches. Kaufen Sie nicht aus Mitleid, das kurbelt die Produktion an.

Menschen recherchieren den Kauf eines Fernsehers, einer Waschmaschine, der neuen Fotoausrüstung genauestens; warum nicht den Welpenkauf mindestens ebenso generalstabsmäßig planen...?
 
Es ist uns ein großes Anliegen, diese unseriöse Massenproduktion und Handel mit Hunden nicht zu unterstützen: Ihnen zuliebe, dem Hund zuliebe und Ihrem Geldbeutel zuliebe.

Es sind die Käufer dieser Hunde, die den Handel am Laufen halten, ein Handel, der viel Leid mit sich bringt, denn man wollte ja eigentlich einen quietschfidelen und gesunden Sozialpartner statt eines kranken, unsicheren Lebewesens.

Im Anschluss finden Sie fortlaufend aktuelle Berichte zum Thema Hundehandel.



Hier ein neuer Bericht über den Welpenkauf auf Polenmärkten und via Internet. Kranke Hunde und Gesetzesvertöße sind dabei inklusive.

 



Weiter führende Informationen finden Sie unter:

TASSO

BMT - Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.

ETN - Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.


   Initiative gegen Welpendiscount


Helfen Sie. Hier gelangen Sie zum Flyer von TASSO . Sie können ihn downloaden und auch weiter geben.


(copyright dieser Fotos/ dieses Films bei Tasso, BMT, ETN)

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Polnische Hundemafia arbeitet mit neuen Tricks

Illegale Hundezuchten sind in Polen seit dem 1. Januar 2012 verboten. Das hält viele Betreiber jedoch nicht davon ab, ihre kriminellen Machenschaften fortzuführen. Mit neuen Tricks versuchen sie, ihre Hunde über das Internet zu verscherbeln. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN warnt vor Welpenkäufen im Internet oder auf Märkten und appelliert an die Verantwortung zukünftiger Hundebesitzer.

„Hundeleine 400 Zlotys (ca. 95 Euro). Schäferhundwelpe gratis dazu.“ Wer auf so eine Anzeige im Internet unter „Tierzubehör“ stößt, glaubt erst einmal an einen Druckfehler oder einen schlechten Scherz. Doch weit gefehlt: „Mit dieser Masche versuchen Betreiber illegaler Zuchtfarmen das neue Tierschutzgesetz in Polen zu umgehen“, erklärt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.

Seit dem 1.1.2012 dürfen in Polen nur noch Züchter mit Lizenz Hunde verkaufen. Mit dem Gesetz will die Regierung in Warschau die grausame „Produktion“ von Welpen verhindern und den illegalen Handel eindämmen. Während ein Teil der kriminellen Züchter ihre Tiere daraufhin einfach aussetzten, wollen sich die anderen das leicht verdiente Geld mit der Ware Hund nicht entgehen lassen und greifen zu neuen Tricks.

Mit einer internationalen Kampagne, unterstützt von der Bundestierärztekammer, warnt VIER PFOTEN seit Jahren vor den Machenschaften der Hundemafia. „Von Welpenkäufen im Internet und auf Märkten ist dringend abzuraten,“ appelliert Dr. Stephany. VIER PFOTEN war im Februar 2012 auf einem Markt in Słubice (Polen) und hat dort gemeinsam mit der Polizei 20 Hundewelpen beschlagnahmt. Fünf der Welpen sind trotz sofortiger medizinischer Versorgung gestorben, viele sind todkrank, kämpfen seit Wochen um ihr Leben. „An den Zuständen auf den Märkten hat sich nichts geändert. Die Händler lassen sich von dem neuen Gesetz und den höheren Strafen nicht abschrecken“, berichtet Dr. Stephany. „Lassen Sie sich nicht von Schnäppchenpreisen oder falschen Angaben zu einem Kauf verleiten. Das Geschäft mit den Welpen lebt vom Mitleid der Käufer.“ Die Tiere sind in der Regel zu jung, nicht geimpft und oft todkrank. Jeder Kauf kurbelt das illegale Geschäft an.

(Quelle:http://tierschutznews.ch/radar/europa/1589-polnische-hundemafia-arbeitet-mit-neuen-tricks.html)

 


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Viel Rasse - wenig Klasse ...
Wer aber nun glaubt einfach zu einem Züchter gehen und dann einen gesunden Hund erwerben zu können, irrt unter Umständen. Mittlerweile sind viele Hunderassen genetisch verarmt - die Folgen der Rein- und Inzucht. Erberkrankungen und körperliche Deformationen sind oft die Folgen, die in erster Linie die Hunde - aber auch deren Käufer zu tragen und zahlen haben.
Was bedeutet das für den (zukünftigen) Hundehalter? Informieren, informieren, informieren! Ist die Rasse, für die ich mich interessiere besonders davon betroffen? Kann der Hund noch normal laufen, normal atmen, sich noch normal ausdrücken? Oder ist sein Körper so deformiert, dass all dies nicht mehr uneingeschränkt möglich ist.


Hier sind einige Beispiele:



Nehmen Sie sich doch einmal ein wenig Zeit und suchen Sie im Internet nach der historischen Form Ihrer Hunderasse. Ob Dackel, Deutscher Schäferhund, Boxer oder Pekingese und leider viele, viele andere - sie alle wurden nicht zu ihrem Vorteil verändert.


Was ist zu tun? Eine schwierige Frage, auf die es derzeit kaum eine Antwort gibt. Das "kleinste Übel" wählen, aber welchen Hund? Und woher?


Die derzeitigen Zuchtstandards müssen überdacht werden. Geschlossene Zuchtbücher des VDH sollten geöffnet werden, um weiterer genetischer Verarmung entgegenzuwirken. Derzeit leider noch ein utopischer Gedanke...
 
Hier sehen Sie den Vergleich zwischen den frühen Hunderassen und den heutigen (Quelle: YouTube):


Weitere Informationen zum Thema Qualzucht


Die Dokumentation "Viel Rasse, volle Kasse - das Geschäft mit der Hundezucht", die das WDR im August 2013 ausstrahlte, berichtet eindringlich über den Stand der Rassehundezucht in Europa. Es scheint für eine Wende fast zu spät, ein Crossbreeding (Einkreuzen fremder Rassen) ist noch immer in weiter Ferne. Derweil werden Rassehunde wegen an der festgehaltenen Championzucht immer kränker und genetisch "ärmer".

Hier ist die Dokumentation des WDR´"Viel Rasse, volle Kasse - das Geschäft mit der Hundezucht":





 

Unter "Stoppt Qualzucht - eine Initiative des "gesunde Hunde Forums" finden Sie weitere Informationen zum Thema.


Im Deutschen Tierärzteblatt wurde im Januar 2013 ebenfalls zum Thema Qualzucht berichtet:


Artikel Qualzuchten (Quelle: Deutsches Tierärzteblatt 1/2013), pdf-Datei, 1396 KB